Über uns
Wir sind ein Sozialunternehmen, das künstlerisch arbeitet, um den Nahrungsmittelanbau in der Stadt zu fördern. Wir übersetzen Bewusstseinsprozesse in aktive Umgestaltungsprozesse – immer in Bezug zu den lokalen, urbanen und sozialen Gegebenheiten.
Komm’ in unser Team!
Wir suchen immer wieder Übungsleiter*innen für Projekte mit Kindern und Jugendlichen, Werkstudierende im Bereich Kommunikation/ Marketing und freie Honorarkräfte aus den Bereichen Naturpädagogik und kulturelle Bildung. Stelle dich uns vor!
aus dem Garten ins Sozialunternehmen
Urbane Gärten Karlsruhe gGmbH haben wir im Januar 2021 gegründet. Wir verbinden darin unsere langjährigen Erfahrungen in partizipativer Kunst, naturnaher Gartenpraxis und strategischem Design mit unserem Engagement für soziale und ökologische Projekte.
Wir sehen unsere Verantwortung für die Zukunft angesichts wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und möchten notwendige Veränderungen mitgestalten.
Hi, ich bin Isabel, bin 18 Jahre alt und startete nach meinem Abitur ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei Urbane Gärten Karlsruhe. Ich werde vor allem beim Kompost-Bike Service und im Lernort frog* mithelfen. In meiner Freizeit beschäftige ich mich viel mit Pflanzen und genieße Kreatives, wie zeichnen, bauen und designen. Ich bin gespannt auf das kommende Jahr, das mich erwartet und freue mich darauf viel Neues zu lernen!
* über unseren neuen Lernort für regenerativen Obst- und Gemüseanbau — kurz Lernort frog — erfahrt ihr nach der Eröffnung im Herbst mehr.
Hallo,
ich bin Chiara, Gemüsegärtnerin und Vermittlerin am Lernort frog.
Neben dem regenerativen Anbau von Obst und Gemüse, gehört auch die Durchführung wissensvermittelnder Workshops zu meinen Aufgaben. Außerdem bin ich in verschiedene handwerkliche Tätigkeiten eingebunden, die zur Gestaltung und Weiterentwicklung unseres neuen Lernortes beitragen.
Nebenbei bin ich bei einer solidarischen Landwirtschaft tätig und in meiner Freizeit gerne auf Fahrradreise oder mit meinem Camping-Bus unterwegs.
Ich freue mich sehr, wenn ihr zu unseren Öffnungszeiten oder Aktionen vorbeischaut!
Hallo! Mein Name ist Ammar. Ich bin 18 Jahre alt und beschäftige mich hier vor allem mit dem Gärtnern — mit großem Interesse am Bäume pflanzen. Ich habe zuerst als ehrenamtlicher Helfer angefangen und mittlerweile bin ich auch Übungsleiter.
Es macht mir Freude, in der Natur zu arbeiten und zur nachhaltigen Gestaltung beizutragen!
In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden, lese Bücher und verbringe Zeit draußen in der Natur.
In Zukunft möchte ich eine Ausbildung machen, um meine Kenntnisse in der Landwirtschaft weiter zu vertiefen.
Ich bin Lena, 22 Jahre alt und als Werkstudentin für Urbane Gärten Karlsruhe tätig. Aktuell studiere ich Kommunikationsdesign hier in Karlsruhe und verbringe meine Zeit nach meinen Seminaren gerne mit Fotografieren, Zeichnen, Sport oder Spaziergängen durch den Schlosspark.
Außerdem experimentiere ich viel mit meinen angelernten Fähigkeiten in der analogen und digitalen Gestaltung. Dabei ist es mir wichtig an Projekten zu arbeiten, die bilden, neugierig machen und auch zum Nachdenken anregen. Ich freue mich auf die Zeit hier im Büro!
Unsere Praktiken
Was uns antreibt...
Bei unserer Arbeit in Schulen, Vereinen und anderen Gruppen sammelten wir umfangreiche und vielseitige Erfahrung im Bereich der Vermittlung und setzen diese insbesondere an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Nachhaltigkeit ein.
Vor der Gestaltung großer Veränderungen stehen oft erstmal Bewusstseinsprozesse an, die es zu begleiten gilt. Schauen wir uns die Zahlen zum Ölfördermaximum an (Fig. 1), ist absehbar, dass die Kosten für Lebensmittel steigen. Denn in der industriellen Landwirtschaft ist die Produktion (Maschinen, Düngemittel,Transporte) vorwiegen von Erdöl-Energie abhängig. Die Funde neuer Erdöl-Vorkommen nehmen seit 50 Jahren ab, während die Förderung mit aufwändigeren und gefährlicheren Verfahren weiter steigt. Das hat keine Zukunft. Stattdessen möchten wir gesunde Ernährung — gesund für Mensch und Planet — in Form einer "essbaren Stadt".
Eine essbare Stadt ist auch eine soziale Stadt. In dicht besiedelten und stark versiegelten Stadtteilen wird es immer heißer (Fig. 2). Außerdem steigt die Anzahl der Hitzetage kontinuierlich an und Karlsruhe liegt weit über dem Durchschnitt in Deutschland (Fig. 3). Das macht vielen Menschen in unserer Gesellschaft gesundheitlich zu schaffen, insbesondere Kleinkindern, Chronisch-Kranken und Älteren.
Eine essbare Stadt Karlsruhe ermöglicht viele Verbesserungen gleichzeitig: Mit essbarem Grün können wir entsieglen, Boden aufbauen, Biodiversität erhöhen, das Mikroklima verbessern, Wertschöpfungsketten erweitern und Stoffkreisläufe schließen, Emissionen reduzieren, frischer und gesünder essen, kulturelle Teilhabe genießen, und und und.
Besonders finde ich den künstlerischen und vermittelnden Ansatz beim urbanen Gärtnern. Hier geht’s ums „große Ganze“, Mensch – Natur – Kultur. Lena und Carmen bringen viel mehr mit als botanisches Fachwissen!
Yella Hoepfner - Hoepfner Stiftung Karlsruhe
Presse
Heute blicken wir zwei Jahre zurück auf die Anfangszeit der Werkstatt für alles Mögliche, die bis heute unser Herzensprojekt ist. Von 2022–2023 wurde sie erstmalig im Rahmen des Programms „Weiterkommen“ des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg realisiert. Nun ist der Film dazu öffentlich verfügbar — schau ihn dir an!
miteinander-Magazin: Engagement
Das miteinander Magazin der Stadtwerke Karlsruhe hat im Heft mit dem Titelthema Engagement auch uns interviewt. Wir freuen uns sehr, zusammen mit den anderen interviewten Engagierten Einblick in die Vielfalt der sozialen Bedarfe und Engagementmöglichkeiten in Karlsruhe zu geben. Wer sich näher fürs Mitmachen bei uns interessiert, nimmt am besten gleich Kontakt auf.
Quellen:
Fig. 1: Association for Peak-Oil Studies
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Olfunde.png
Fig. 2: Climate zone classification map of Karlsruhe’s urban districts (cartography: Volker Schniepp).
Quelle: Kramer, C.; Wagner, M. Enhancing Urban Sustainable Indicators in a German City—Towards Human-Centered Measurements for Sustainable Urban Planning. World 2020, 1, 104-123. https://doi.org/10.3390/world1020009
Fig. 3: Umweltbundesamt: Anzahl der Tage mit einem Lufttemperatur-Maximum über 30 Grad Celsius https://www.umweltbundesamt.de/bild/anzahl-der-tage-einem-lufttemperatur-maximum-ueber