Garten-Starter
Die „Garten-Starter“-AG an der Gartenschule gärtnert im Schulgarten (Zungenbrecher-Alarm!).
Ab November 2021 treffen sich Schüler*innen aus Klasse 3 und 4 wöchentlich in der Garten-Starter-AG und bringen den Schulgarten der Gartenschule in Schuss. Erstmal wird beobachtet, dann perfekt geplant und danach genial gebaut und gepflanzt. Alle Fortschritte können im Vorbeigehen in der Gartenstraße mitverfolgt werden.
In der Werkstatt bauen wir parallel eigene Pflanzenpressen. Ein paar sind schon fertig, so dass wir die Frühjahrsblüher für unsere Naturtagebücher bewahren können.
Das ganze Ökosystem Boden zeigen wir in zwei Schaukästen:
Doppelt hält besser
Deshalb gestalten wir zurzeit ein Memory, um uns alle Insekten zu merken, die wir im Garten finden.
Das Grüne Heupferd haben wir schon gesichtet; den Kartoffelkäfer als einzigen im Memory noch nicht...
Zersetzer zersetzen Setzlinge selten
Die Bodenlebewesen verdauen eher ältere, abgestorbene Pflanzenteile und machen daraus neue Erde. Wir haben erfreulicherweise jede Menge von ihnen im Garten entdeckt.
Der Rosenkäfer ist eine besonders geschützte Art! Schützt auch ihr ihn im gesamten Lebenszyklus: Rosenkäfer legen ihre Eier in der Erde ab. Dann lebt ein Rosenkäfer 3 bis 4 Jahre als Larve und später verpuppt in der Erde, bis er ab April nur 3 bis 4 Monate als Käfer an der Oberfläche herumfliegt.
Wir haben beide gefunden: Der Engerling des Rosenkäfers (links) und den Engerling des Mai- oder Junikäfers (rechts).
Der Rosenkäfer-Engerling bewegt sich typischerweise auf dem Rücken robbend davon, während der Mai- oder Junikäfer sich auf die Seite legt. Außerdem kann man die beiden an ihren Beinen unterscheiden. Die Larve des Rosenkäfers hat kurze Beine, im Verhältnis zum großen Körper; die Larve des Mai- oder Junikäfers hat dagegen lange Beine.
Einen wunderschön glänzenden Rosenkäfer haben wir im Dezember tot gefunden. Wir hoffen, dass er Eier in unserem Garten abgelegt hat.
Auch Pilze gehören zu den Zersetzern.
Labor | Werkstatt | Fachveranstaltung
In drei Formaten setzen sich die Schüler*innen mit verschiedenen Praktiken auseinander: Im „Labor“ stehen Beobachtung, Sammlung, Einordnung und Forschung im Vordergrund. In der „Werkstatt“ wird kräftig gebaut und bei der „Fachveranstaltung“ präsentieren und diskutieren die Schüler*innen selbst ihre Ergebnisse.
So knüpft Umweltbildung konkret und freudvoll an das pädagogische Konzept der Gartenschule an. Viele Aspekte der Kosmischen Erziehung, wie natürliche Kreisläufe, Evolution, die Elemente und ökologische Zusammenhänge lassen sich exemplarisch im Schulgarten finden. Die gemeinsame Gestaltung des Gartens wirft Fragen zu biologischen Zusammenhängen auf und gibt gleichzeitig Antworten darauf. Im Garten ist es möglich, Experimente zu machen und in entspannter Atmosphäre zu arbeiten. Außerdem trägt der Garten durch seine notwendige, ständige Um- und Neugestaltung zur Demokratie und Persönlichkeitsbildung im Sinne des Gartenschulkonzepts bei.
Gefördert von der Stadt Karlsruhe im Rahmen von „Kooperation Schule — Umweltverbände“